III. Säule - Vergleich 3a und 3b ausführlich

Gebundene Vorsorge Säule 3a Freie Vorsorge Säule 3b
Vorsorgelösungen Lebensversicherungen 3a (= Vorsorgepolice) Vorsorgekonto (= Sparkonto 3a) Lebensversicherungen                                             Bankprodukte
Personen Alle in der Schweiz steuerpflichtigen Arbeitnehmer und Selbstständigerwerbende Alle (keine Voraussetzungen)
Dauer Altersleistungen dürfen frühestens 5 Jahre vor und müssen spätestens bei Erreichen des ordentlichen AHV-Alters ausgerichtet werden Frei wählbar
Verfügbarkeit / Auflösung Nur in wenigen Fällen vor dem ordentlichen AHV-Alter möglich (1) Jederzeit möglich, Auszahlung bzw. Vertragsdauer frei wählbar
Begünstigung Gesetzlich vorgegeben (2) Frei wählbar, änderungen sind jederzeit möglich
Verpfändung Nur für selbstgenutztes Wohneigentum möglich Für jeden Zweck möglich
Abtretung an Dritte Nicht möglich Möglich
Steuern Voll abzugsberechtigt vom steuerbaren Einkommen bis zu einem Maximalbetrag (3) Abzug vom steuerbaren Einkommen nur beschränkt möglich im Rahmen der üblichen Pauschalabzüge für Lebensversicherungen- und Krankenkassenprämien
Erträge / Wertzuwachs

während der Laufzeit

Einkommenssteuerfrei, keine Verrechnungssteuer Einkommenssteuerpflichtig, ausgenommen Lebensversicherungen (4) und Kapitalgewinne
Vermögen Keine Vermögenssteuer Unterliegt der Vermögenssteuer
Kapitalauszahlung Besteuerung zu Spezialsätzen Grundsätzlich steuerpflichtig, Ausnahmen und spezielle Regelungen für Lebensversicherungen (4)
Rentenauszahlungen

(Versicherungslösungen)

100% steuerpflichtig Meist zu 40% steuerpflichtig

(1) Ein Kapitalbezug (Barauszahlung) während der Laufzeit ist in folgenden Fällen möglich:

– bei Erwerb von selbstgenutztem Wohneigentum oder zur Amortisation darauf lastender Grundpfandrechte

– bei Aufnahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit

– bei Aufgabe einer selbstständigen Erwerbstätigkeit und Aufnahme einer anderen selbst. Erwerbstätigkeit

– bei endgültigem Verlassen der Schweiz

– bei Bezug einer vollen Invalidenrente der IV, wenn das Invaliditätsrisiko nicht versichert ist

– für den Ehegatten bei Auflösung des Güterstandes (z.B. Scheidung)

– für den Einkauf in eine Pensionskasse

– wenn der Rückkaufswert der Vorsorge weniger als eine Jahresprämie beträgt

(2) Begünstigung gebundene Vorsorge:

Im Erlebensfall ist der Vorsorgenehmer der Anspruchsberechtigte. Stirbt der Vorsorgenehmer gilt zwingend

folgende Begünstigungsordnung:

  1. der überlebende Ehepartner

  2. die direkten Nachkommen, sowie Personen für deren Unterhalt der Verstorbene in massgeblicher Weise aufgekommen ist

  3. die Eltern

  4. die Geschwister

  5. die übrigen Erben

Der Vorsorgenehmer hat das Recht, die Begünstigungsordnung ab Position 3 zu ändern und die Ansprüche der Begünstigten näher zu bezeichnen

(3) Erwerbstätige mit Pensionskasse jährlich max. CHF 6'077 (8% des maximal anrechenbaren BVG-Lohnes) Erwerbstätige ohne Pensionskasse jährlich bis 20% des Erwerbseinkommens, max. CHF 30'384 (Stand 2003)

(4) Kapitalbildende, rückkaufsfähige Lebensversicherungen sind unter gewissen Voraussetzungen steuerprivilegiert (siehe Steuern)

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III. Säule Unterschiede 3a und 3b || Vergleich Versicheurung und Stifung